Der Hamburger Senat würdigt das 50-jährige Bestehen der „Leben mit Behinderungen Sozialeinrichtungen“ mit einem Empfang am Mittwoch um 17 Uhr im Rathaus. Die Sozialeinrichtungen machten über 1.500 Menschen mit Behinderungen Angebote in den Bereichen Unterstütztes Wohnen, Unterstütztes Arbeiten, Familie, Bildung und Freizeit, teilte die Sozialbehörde am Montag mit. Sie beschärfitgten 1.200 Mitarbeitende, 300 Freiwillige unterstützten die Einrichtungen. Träger sei der Verein „Leben mit Behinderung Elternverein“.
Wurzeln in 1950er Jahren
Die Wurzeln von „Leben mit Behinderungen“ reichen laut Sozialbehörde bis in die 1950er Jahre zurück. 1956 gründete Kurt Juster demnach den Verein zur Förderung und Betreuung spastisch gelähmter Kinder. Es folgten 1958 die erste Hamburger Sonderschule für spastisch gelähmte Kinder und 1960 die erste Sonderkindertagesstätte in Wellingsbüttel. Die Initiativen seien Ausdruck eines klaren Gedankens gewesen: Menschen mit Behinderungen gehören in die Mitte der Gesellschaft - mit ihren Bedürfnissen, Fähigkeiten und Rechten.
Aus dieser Entwicklung sei vor 50 Jahren die Organisation entstanden, die heute unter dem Namen „Leben mit Behinderung Hamburg Sozialeinrichtungen“ firmiert. Ihr Anspruch sei, Unterstützung nicht als Fürsorge zu verstehen, sondern als Ermöglichung von Selbstbestimmung.