Der Verbandsrat des Paritätischen Schleswig-Holstein hat in einem Positionspapier seine Haltung gegen rechtsextreme Ideologien, antidemokratische Parteien und menschenfeindliche Einstellungen betont. Das Papier ruft dazu auf, aktiv für Demokratie, Vielfalt und soziale Gerechtigkeit einzutreten, wie der Verband am Donnerstag mitteilte. Angesichts eines gesellschaftlichen Klimas, in dem rechtsextreme Positionen zunehmend normalisiert würden, müsse klar und öffentlich widersprochen werden. „Schweigen ist keine Option“, sagte Melanie Groß, Vorsitzende des Verbandsrates des Paritätischen SH.
Menschenwürde ist nicht verhandelbar
Toleranz, Offenheit und die Würde jedes Menschen seien die Werte des Verbandes, diese seien nicht verhandelbar. „Rechte Weltbilder greifen die Grundlagen unserer Arbeit an - es greift die Menschen an, für die wir jeden Tag da sind“, sagte Groß. Das Positionspapier sei ein klares Bekenntnis: „Wir stehen zusammen, und wir stehen auf der Seite der Menschenwürde“. Der Paritätische SH verpflichte sich, seine Mitgliedsorganisationen in ihrer Zivilcourage zu stärken und sie bei Auseinandersetzungen mit antidemokratischen Kräften zu unterstützen.
Der Paritätische Schleswig-Holstein ist der zweitgrößte Wohlfahrtsverband im Land und vertritt rund 500 Mitgliedsorganisationen aus allen Bereichen sozialer Arbeit.