Die Hamburger Hilfsorganisation „Hanseatic Help“ hat ihre Kältehilfe-Winteraktion gestartet: Am vergangenen Sonnabend machte der Spendensammelbus, mit dem „Hanseatic Help“ und die Hochbahn bereits im sechsten Jahr durch die Stadt touren, auf dem Bert-Kaempfert-Platz in Barmbek Halt, wie „Hanseatic Help“ am Montag mitteilte. Hamburgerinnen und Hamburger hätten dort Kleidung gespendet - insgesamt seien 17 Paletten und vier Rollwagen zusammengekommen. Die Aktion stehe unter dem Motto #wärmegeben und sei in diesem Jahr so früh wie noch nie gestartet.
Grund für den frühen Start sei der große Bedarf an Kleidung, informierte „Hanseatic Help“: Laut Wohnungslosenbericht seien in Hamburg rund 3.800 Menschen obdachlos - kein anderes Bundesland habe im Verhältnis zur Einwohnerzahl so viele obdachlose Menschen. Weitere rund 32.000 Menschen ohne eigene Wohnung seien öffentlich untergebracht. 18,9 Prozent der Hamburgerinnen und Hamburger gälten als armutsgefährdet. Wer von den seit Januar 2024 nicht erhöhten Regelsätzen leben müsse, für den werde eine neue Winterjacke schnell unerschwinglich, erklärte „Hanseatic Help“.
Kleidung geht an soziale Einrichtungen
Die Spenden würden an Obdachloseninitiativen, Geflüchtetenunterkünfte, Frauenhäuser und andere Einrichtungen weitergegeben. Einen Teil erhielten auch die drei „Hanseatic Help Stores“, in denen Menschen mit geringem Einkommen kostenfrei Kleidung aussuchen könnten.
Die nächsten Wärmebus-Stopps stehen bereits fest: Am 17. Oktober macht der Bus von 10.30 bis 15.30 Uhr Halt am Volksparkstadion in Stellingen, am 7. November hält er von 11 bis 17 Uhr am Tibarg-Center in Niendorf. Am 13. Dezember steht er zwischen 14 und 17 Uhr vor dem Urknall in Eimsbüttel und am 18. Dezember zwischen 17 und 12 Uhr an der Inselpark-Arena in Wilhelmsburg.
Besonders benötigt würden Winterjacken und wetterfeste Schuhe für Männer, Frauen und Kinder, warme Männerkleidung, Schlafsäcke und Isomatten sowie Handschuhe, Schals und Mützen. Wer außerhalb der Bus-Termine Sachspenden abgeben wolle, könne das dienstags bis sonnabends von 10 bis 18 Uhr in der Soziallogistik-Zentrale von „Hanseatic Help“ in der Großen Elbstraße 264 in Altona tun. Darüber hinaus benötige die Hilfsorganisation Geldspenden.