Vermieter im Norden warnen vor Eingriffen in den Wohnungsmarkt
Lübeck (epd).

Die norddeutsche Wohnungswirtschaft hat vor weiteren Eingriffen in den Wohnungsmarkt gewarnt. „Vergesellschaftung von Wohnungsunternehmen und Mietendeckel schaffen keine einzige zusätzliche Wohnung“, sagte Andreas Breitner vom Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) am Montag bei der jährlichen Arbeitstagung des Verbandes in Lübeck.

Statt ideologischer Luftschlösser brauche es eine pragmatische Politik, um die Probleme am Wohnungsmarkt zu lösen. „Dazu gehören eine verlässliche und ausreichende öffentliche Wohnungsbauförderung sowie der Erhalt des Wohngeldes in seiner heutigen Form“, sagte Breitner.

Nebenkostenbremse statt Mietpreisbremse

Dringend notwendig sei es, die Steigerung der Nebenkosten in den Griff zu bekommen. „Wir brauchen keine Mietpreis-, sondern eine Nebenkostenbremse“, findet Breitner. Diese betreffe nicht nur Heizung und Energie, sondern auch kommunale Gebühren und die Grundsteuer. „Wir erleben in einigen Regionen bereits, dass die sogenannte zweite Miete höher ist als die eigentliche Wohnungsmiete.“

Der VNW vertritt eigenen Angaben zufolge 502 Wohnungsgenossenschaften, -gesellschaften und Partnerunternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg. In den von ihnen verwalteten 760.000 Wohnungen leben rund zwei Millionen Menschen.