Die krankheitsbedingten Fehltage sind in Schleswig-Holstein weiter zurückgegangen. Die Zahl sank von 23,4 Tagen je versicherte Person im Jahr 2024 auf 23,0 Tage pro Kopf im Jahr 2025, wie die Barmer-Krankenkasse mitteilte. Parallel sank der Krankenstand von 6,4 auf 6,3 Prozent. Damit waren in Schleswig-Holstein täglich rund 63 von 1.000 Beschäftigten krankgeschrieben.
Laut der Krankenkasse schwächt sich der sogenannte Nachholeffekt nach der Corona-Pandemie weiter ab. „Nach dem Ende des Kontaktverbots trafen Erreger auf untrainierte Immunsysteme, was zu mehr Atemwegserkrankungen führte. Dieser Effekt lässt nun nach. Atemwegsinfekte fielen 2025 moderater aus“, erläuterte Barmer-Landesgeschäftsführerin Anneke Riehl. Die Fehltage wegen Atemwegsinfekten sanken laut der Kasse um 2,5 Prozent, bei Erkältungen wie Schnupfen oder Mandelentzündung sogar um 6,2 Prozent.
Bundesweiter Krankenstand niedriger als in SH
Bundesweit sank die Zahl der krankheitsbedingten Fehltage den Angaben nach von 22,5 Tagen je versicherter Person im Jahr 2024 auf 22,0 Fehltage pro Kopf im Jahr 2025. Der bundesweite Krankenstand verringerte sich parallel von 6,17 auf 6,03 Prozent.
Analysiert wurden die Daten von Erwerbspersonen, die im Jahr 2025 bei der Barmer versichert waren. Die Daten wurden auf die Bevölkerung Schleswig-Holsteins hochgerechnet. Zu den Erwerbspersonen zählen versicherungspflichtig Beschäftigte und Arbeitslosengeld-1-Empfänger. Bei der Barmer in Schleswig-Holstein waren 2025 rund 350.000 Menschen krankenversichert.