Das diesjährige Nordkirchen-Kulturfestival „Dorfkirche mon amour“ startet am 10. Mai in der Lambertikirche im nordfriesischen Mildstedt. Insgesamt umfasst es rund 250 Veranstaltungen, wie die evangelische Nordkirche am Donnerstag mitteilte. Erstmals erstrecke sich das Festival auch auf das Gebiet der Landeskirche Hannover. Ziel bleibe, Dorfkirchen im Norden als lebendige Orte für Kultur, Begegnung und gesellschaftlichen Austausch neu zu entdecken.
Das Programm reiche von klassischen Konzerten über experimentelle Kunst bis hin zu partizipativen Projekten für Kinder, Familien und ganze Dorfgemeinschaften, hieß es. Die Kirchen würden dabei zu sogenannten „Dritten Orten“, die als nicht-kommerzielle Räume Begegnung, Teilhabe und kulturelle Experimente ermöglichten. Dabei stünden Engagement, kreative Ansätze jenseits des Mainstreams und die aktive Beteiligung der Menschen im Mittelpunkt.
Eröffnung mit Akkordeon
Im Mittelpunkt der Eröffnungs-Veranstaltung am 10. Mai (16.30 Uhr) stehe das Akkordeon und damit das Instrument des Jahres 2026. Ein Orchester des Music-Club Viöl mit über 80 Musikerinnen und Musikern präsentiere ein genreübergreifendes Programm von Klassik über Rock bis Pop.
Die Reihe „Dorfkirche mon amour“ bietet seit mehreren Jahren Kultur-Aktionen in wenig genutzten Kirchen an. Schirmherrin ist die Landesbischöfin der Nordkirche, Kristina Kühnbaum-Schmidt. Das Festival zeige „eindrucksvoll, wie viel kreative Kraft in unseren Gemeinden steckt“, sagte sie. Kirchen würden zu offenen Orten, an denen Menschen zusammenkommen, Kultur gestalten und Gemeinschaft erleben. „Gerade in Zeiten des Wandels ist das ein starkes Zeichen für Zusammenhalt und Hoffnung“, erklärte die Landesbischöfin.