Bischöfin Steen: Ostern macht Mut
Schleswig (epd).

Bischöfin Nora Steen ruft in ihrer diesjährigen Osterbotschaft dazu auf, gegen Angst und Resignation aufzustehen. „Wir erleben eine Zeit, in der der Ton rauer wird“, sagte die Bischöfin im Sprengel Schleswig und Holstein der evangelischen Nordkirche. Menschen würden einander Gewalt antun ohne schlechtes Gewissen, die Unsicherheit wachse und mit ihr die Versuchung, sich zurückzuziehen. "Aber Ostern widerspricht dem”, sagte Steen laut Mitteilung der Nordkirche vom Sonnabend. Ostern heiße: aufstehen gegen das, was Menschen klein macht.

Es sei die Geschichte der Auferstehung. Nicht erst im Licht des Morgens, sondern mitten im Dunkel der Angst und Hoffnungslosigkeit ändere sich etwas. Die Auferstehung von Jesus Christus sei „ein Geschenk an uns, aus Liebe, Mut und der tiefen Gewissheit, dass Gott uns nahe ist, gerade dann, wenn wir ihn am meisten brauchen“, sagte die Bischöfin.

Hoffnung mehr Raum geben

Ostern sei nicht nur eine alte Geschichte: „Es ist die Entscheidung, dem Leben mehr zuzutrauen als der Angst”, sagte Steen. Jede Stimme zähle. Denn wer laut wird, bewege andere dazu, mit einzustimmen. Ostern rufe dazu auf: “Nicht wegsehen. Nicht schweigen. Sondern aufstehen, für uns selbst und füreinander", sagte die Bischöfin.

Es gehe darum, Hoffnung mehr Raum zu geben als der Resignation - und der Menschlichkeit mehr Gewicht zu geben. Steen: „Ich wünsche Ihnen in diesen Tagen den Mut, aufzustehen.“