Staatstheater Braunschweig geht mit neuer Leitung in neue Spielzeit
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Braunschweig (epd).

Das Staatstheater Braunschweig startet im Sommer unter der künstlerischen Leitung des neuen Generalintendanten Tobias Wolff in seine neue Spielzeit. „Unser erstes Programm verbindet künstlerischen Anspruch mit Humor, Sinnlichkeit und großer Lust am Theater“, sagte der 50-jährige Musikwissenschaftler und Kulturmanager am Montag bei der Vorstellung des Programms.

Eröffnet wird die Saison am 22. August mit Carl Maria von Webers Oper „Der Freischütz“ als große Open-Air-Produktion auf dem Burgplatz. Geplant sind zahlreiche Angebote in den Sparten Tanztheater, Schauspiel, Staatsorchester und Musiktheater.

Auf dem Programm steht unter anderem die romantische Oper „Lorelei“, des Braunschweiger Komponisten Hans Sommer, das im Jahr 1891 in Braunschweig uraufgeführt wurde. Damit wolle das Staatstheater einen „vergessenen Schatz der lokalen Musiktheater-Geschichte“ neu in den Blick rücken. Unter dem Titel „You'll never walk alone“ treten am 24. April 2027 Solisten von Musiktheater, Chor und Staatsorchester gemeinsam auf.

Wunschpunsch und Carmina Burana

Das Staatstheater bringt vom 30. Oktober an Sergej Prokofjews Ballett „Romeo und Julia“ sowie vom 28. November an die szenische Kantate „Carmina Burana“ von Carl Orff auf die Bühne. Das Staatsorchester eröffnet seine Konzertsaison mit Gustav Mahlers sechster Sinfonie unter Leitung des designierten Generalmusikdirektors Friedrich Praetorius.

Das Junge Staatstheater will vom 22. November an das Stück „Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“ nach einem Roman von Michael Ende aufführen und ab dem 4. Dezember Rachel Portmans Musiktheater „Der kleine Prinz“.

Tobias Wolff ist in Niedersachsen kein Unbekannter: Von 2011 bis 2021 leitete er als Intendant die Internationalen Händel-Festspiele in Göttingen. Seit 2022 war er Opern-Intendant in Leipzig.