Nach der Premiere in Frankfurt/Oder und weiteren Stationen in Magdeburg und Bitterfeld kommt die norddeutsche Künstlergruppe „Das Letzte Kleinod“ jetzt mit ihrer neuesten Theaterproduktion „Hüttenwerk“ nach Niedersachsen. Das Dokumentarstück erzählt nach Angaben von Regisseur Jens Erwin Siemssen von der Stahlindustrie in Deutschland. Erster Halt in Niedersachsen sind ab Sonnabend (6. Juni) bis Montag (8. Juni) die Gleise der Verkehrsbetriebe der Salzgitter AG, des größten Stahlherstellers Niedersachsens.
Im Mittelpunkt des Stücks stehen Menschen, die in der Stahlindustrie gearbeitet haben und von ihrem Beruf und ihrem Leben berichten, wie die Künstlergruppe mitteilte. Für die Aufführungen fährt bis zum 27. Juni ein Zug mit sechsachsigen Flachwagen durch Deutschland, beladen mit tonnenschweren Brammen, Stahlträgern und Coils. Vor dieser Kulisse gibt das Eisenbahntheater Einblicke in die damalige Vorzeigeindustrie der DDR und die Verbindungen zum Westen.
Waggons als Bühne
Das Publikum erlebt die etwa 90-minütigen Vorstellungen an und in den Waggons. Weitere Stationen des siebenköpfigen Ensembles unter Leitung von Siemssen sind nach Salzgitter der Landschaftspark in Duisburg (11. bis 15. Juni) sowie zum Abschluss vom 19. bis 27. Juni der Binnenhafen in Brake.
Ihre Themen findet die mehrfach ausgezeichnete Künstlergruppe in Auseinandersetzung mit der Geschichte. Die Vorstellungen werden regelmäßig nach den Erzählungen von Zeitzeugen gestaltet und an originalen Schauplätzen inszeniert. „Das Letzte Kleinod“ betreibt Deutschlands einzigen Theaterzug.