Australische Teppichkäfer und Papierfischchen bedrohen Museumsschätze
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Osnabrück, Wien (epd).

Wenige Millimeter kleine Schädlinge bedrohen nach Ansicht von Expertinnen und Experten die Schätze in Museen und Archiven. Das Naturhistorische Museum Wien untersucht deshalb die Verbreitung bislang wenig erforschter Arten wie dem Geisterfischchen, dem Berlinkäfer und dem Australischen Teppichkäfer in kulturellen Einrichtungen, wie die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) am Dienstag in Osnabrück mitteilte. Ziel sei die Eindämmung der Eindringlinge ohne Chemikalien. Die Stiftung fördert das Projekt den Angaben zufolge mit rund 170.000 Euro.

Derzeit würden an mehr als 110 Standorten Daten erhoben, um die Verbreitung von Schädlingen in Museen sowie das dort herrschende Raumklima zu untersuchen, hieß es. Zu den aktuell häufigsten Museumsschädlingen zähle auch das Papierfischchen, das eine besondere Gefahr für Kulturgüter darstelle.

Vom Menschen eingeschleppte Arten

Bei den untersuchten Schädlingen handele es sich um sogenannte invasive Arten, die von Menschen eingeschleppt worden seien, erläuterte Projektleiter Pascal Querner. Sie zersetzten sowohl Ausstellungsstücke als auch die strukturelle Integrität historischer Gebäude. Die invasiven Arten bevorzugten ein warmes und feuchtes Raumklima, wie es infolge des Klimawandels häufig in Museen und Archiven vorkomme.

In einer zweiten Projektphase wollen die Forschenden den Angaben zufolge Maßnahmen zur Vorbeugung und Bekämpfung entwickeln. Vorgesehen sind unter anderem die Kühlung und Trocknung von Räumen, der Einsatz von Fallen sowie die Beseitigung von Rückzugsorten. „Dabei wollen wir giftige Chemikalien vermeiden“, betonte Querner. Die Ergebnisse sollen in einen frei zugänglichen Lei