Rollender Protest mit Bett auf der Straße: Mitglieder der Gewerkschaft ver.di haben ein Pflegebett mehr als 200 Kilometer von Magdeburg nach Berlin geschoben. Damit wollten sie die aus ihrer Sicht weiter ungelösten Probleme in der Pflege ins Licht der Öffentlichkeit rücken. Bundesvorstandsmitglied Silvia Bühler forderte am Montag bei der Ankunft des mit Plakaten verkleideten Bettes am Reichstagsgebäude, den Referentenentwurf zum Pflegeneuordnungsgesetz des Bundes grundlegend zu überarbeiten.
Bühler warnte vor Kürzungen bei den Pflegebedürftigen. Um die Pflegeversicherung zukunftsfest zu machen, müssten versicherungsfremde Leistungen wie die Maßnahmen während der Corona-Pandemie und die Rentenversicherung pflegender Angehöriger aus Steuern finanziert werden, erklärte sie: „Das würde die Pflegeversicherung um viele Milliarden Euro entlasten und Beitragserhöhungen vermeiden.“ Zudem sollten Beiträge auf alle Einkommensarten erhoben werden, auch auf hohe Mieteinnahmen und Aktiengewinne.