Caritas fordert mehr Förderung von Suizidprävention in Berlin
Berlin (epd).

Der Caritasverband fordert mehr Unterstützung für Suizidprävention vom nächsten Berliner Senat. Im Koalitionsvertrag der künftigen Landesregierung sollte das Thema eine wichtige Rolle einnehmen, erklärte die Direktorin des katholischen Sozialverbands im Erzbistum Berlin, Ulrike Kostka, rund zwei Wochen vor der Abgeordnetenhauswahl. Zudem müsse die öffentliche Förderung der durch die Caritas getragenen Berliner Fachstelle Suizidprävention für die kommenden Jahre gesichert werden.

„Diese wichtige Arbeit muss für Berlin eine hohe Priorität haben, denn Suizidprävention rettet Leben“, erklärte Kostka weiter. Die Fachstelle arbeitet nach eigenen Angaben im Auftrag des Berliner Senats und koordiniert Maßnahmen und Akteure im Bereich der Suizidprävention.

Suizide häufigste Todesursache bei jungen Menschen

Anlässlich des Welttags der Suizidprävention richtet die Stelle am 10. September eine Fachtagung zum Thema „Suizidprävention bei jungen Menschen“ in Berlin aus. Zahlen des Statistischen Bundesamts zufolge waren Suizide bei den 10- bis 24-Jährigen im Jahr 2023 die häufigste Todesursache. Sie machten demnach 18 Prozent der Todesfälle in dieser Altersklasse aus.