Mit einer landesweiten Postkarten-Aktion möchten die Brandenburger Opferhilfe und das Angebot „Medizinische Soforthilfe und vertrauliche Spurensicherung nach Vergewaltigung“ Betroffene von sexualisierter Gewalt stärken und über Hilfsmöglichkeiten informieren. Ausgelegt werden die Karten anlässlich des Frauentags am 8. März in Beratungsstellen sowie in Restaurants, Cafés und Bars unter anderem in Potsdam und Cottbus, wie das Brandenburger Sozialministerium am Freitag mitteilte.
Auf den Postkarten wird demnach auf die Möglichkeit einer unmittelbaren medizinischen Soforthilfe hingewiesen, verbunden mit der Option zur vertraulichen Sicherung von Spuren, ohne direkt eine Strafanzeige stellen zu müssen. Auch würden kostenlose, anonyme Beratungsangebote und rechtliche Begleitung aufgezeigt. Über einen QR-Code bekämen Betroffene zudem einen direkten Kontakt zur Opferhilfe und zur vertraulichen Spurensicherung.
„Hinsehen statt wegsehen“
Mit Sätzen wie „Atme, dann entscheide“, „Manchmal ist Schwäche der Anfang von Stärke“, oder „Du machst es auf deine Art“ werde auf den Postkarten emotionale Ermutigung mit einem klaren gesellschaftlichen Auftrag verbunden, erklärte die Projektkoordinatorin der vertraulichen Spurensicherung, Petra Huchel. Es gehe um „hinsehen statt wegsehen, ernst nehmen statt bagatellisieren“. Unterstützt wird die Aktion vom Brandenburger Sozial- sowie vom Justizministerium. Die Aktion starte nicht nur anlässlich des Frauentags am Sonntag, sondern habe auch den Tag der Kriminalitätsopfer am 22. März im Blick, hieß es.