Oberlinhaus: Stabile Partnerschaft für Klinikzukunft nötig
Potsdam (epd).

Die Oberlinklinik der evangelischen Diakonie in Potsdam hat die geplante Übernahme durch die katholische Alexianer-Gruppe als wirtschaftlich notwendigen Schritt charakterisiert. Die Krankenhauslandschaft verändere sich spürbar, sagte eine Sprecherin des Oberlinhaus-Vereins dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Mittwoch. Die Krankenhausreform setze auf Qualität, Spezialisierung und stärkere Vernetzung.

Für Fachkliniken wie die Oberlinklinik bedeute dies, dass ein klares medizinisches Profil zwar eine große Stärke sei, sagte die Sprecherin. Zugleich seien jedoch stabile Partnerschaften nötig, um dies auch langfristig wirtschaftlich und strukturell abzusichern. Mit den Alexianern komme ein erfahrener christlicher Träger hinzu, der in der Region bereits stark vertreten sei.

Die mehrheitliche Übernahme der Oberlinklinik in Potsdam-Babelsberg durch die Alexianer ist zum 1. Januar 2027 geplant. Sie wurde 1890 als Oberlinkrankenhaus eröffnet und ist mit 145 Betten eine der größten orthopädischen Fachkliniken in Brandenburg.

Zusammenarbeit seit 2019

Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und einen intensiven Austausch gebe es bereits seit 2019, sagte die Sprecherin. Unter anderem lägen Finanzbuchhaltung, Personalabteilung sowie medizinisches und kaufmännisches Controlling der Oberlinklinik bereits seit einigen Jahren bei den Alexianern.

Zudem sei der Geschäftsführer des St. Josefs-Krankenhauses der Alexianer in Potsdam, Alexander Mommert, bereits seit 2023 auch Geschäftsführer der Oberlinklinik. Viele Prozesse und vor allem Ansprechpartner seien bekannt und erleichterten künftig die Zusammenarbeit.