Thüringer Bachwochen erproben neue Zugänge zu Bach
Weimar, Erfurt (epd).

Die Thüringer Bachwochen stellen Johann Sebastian Bachs Musik in neue Zusammenhänge. Die Konzertreihe „BACH>>FORWARD“ verbinde von Oktober bis Dezember Werke des Barockkomponisten mit Pop, elektronischen Klängen und Jazz, teilte ein Festivalsprecher am Montag in Erfurt mit. Drei Konzerte sollen die Aktualität und Vielseitigkeit von Bachs Musik zeigen.

Intendant Carsten Hinrichs erklärte, die Reihe verbinde Tradition mit Gegenwart und zeige, wie lebendig und inspirierend Bachs Musik bis heute sei. Das Format sei zugleich Experimentierfeld und musikalischer Auftakt für die nächste Festivalsaison, die im März 2027 beginnt.

Ticketpreise als Richtwerke

Dabei knüpfe das Konzept den Angaben zufolge an Bachs eigene Schaffenskraft an. Schon der junge Bach (1685-1750) habe mit Gespür neue Melodien und Klangwelten erschlossen. Die Thüringer Bachwochen wollten diese künstlerische Neugier aufgreifen und in zeitgemäßen Konzertformaten hörbar machen.

Den Auftakt bildet laut Programm am Freitag der Musiker Anthony Romaniuk. Im Veranstaltungssaal des Residenzschlosses Weimar verbindet er Bach mit Pop und elektronischen Klängen. Die Saxofonistin Asya Fateyeva interpretiert am 27. November die Goldberg-Variationen mit Akkordeon und Cello im Erfurter Industriedenkmal „Kontor“ neu. Das Ensemble re:flact stellt in der Holzmanufaktur HolzGut Bachs Musik der Jazz Fusion von Chick Corea gegenüber.

Der Besuch der Konzerte soll nach Veranstalterangaben nicht am Geld scheitern. Die Ticketpreise seien Richtwerte, die von den Besuchern individuell nach oben oder unten angepasst werden können.