Kopie der Himmelsscheibe von Nebra wird in Armenien gezeigt
Halle (epd).

Die Himmelsscheibe von Nebra ist Teil des Kulturprojektes „Stellar Frequencies“ des Goethe-Instituts in der armenischen Hauptstadt Jerewan. Bei diesem internationalen Projekt werde eine Kopie dieser weltweit ältesten konkreten Abbildung kosmischer Phänomene bis zum 29. November in einer Ausstellung in Armenien gezeigt, teilte das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt (LDA) am Mittwoch in Halle (Saale) mit.

Für ihre Präsentation in Jerewan werde die Himmelsscheibe von Nebra in die Klanginstallation „Aenigmata“ des armenischen Komponisten Vardan Harutyunyan eingebunden. Das Kunstwerk lade die Besucher dazu ein, über die beständige Beziehung der Menschheit zum Himmel, seine Geheimnisse und die Geschichten, die wir ihm zuschreiben, nachzudenken, hieß es.

Schau soll auch in Deutschland ausgestellt werden

Sachsen-Anhalts Landesarchäologe Harald Meller sagte in Jerewan, er freue sich über die Gelegenheit, den Menschen in Armenien die Himmelsscheibe von Nebra im Rahmen dieses künstlerischen Projekts näherbringen zu können.

Ab den 1960er Jahren war das Weltraumzentrum Aragats in Armeniens Bergen ein zentraler Ort sowjetischer Sternenforschung. Das habe das Goethe-Institut in Jerewan zu „Stellar Frequencies“ inspiriert, hieß es. Die Ergebnisse der künstlerischen Arbeit sollen auch in Berlin und Nebra ausgestellt werden.

Auf der mehr als 3.600 Jahre alten Bronzescheibe sind Sonne, Mond und Sterne aus Goldblech angebracht. Die Platte mit einem Durchmesser von etwa 32 Zentimetern wurde 1999 von Raubgräbern im Süden Sachsen-Anhalts entdeckt und konnte 2002 von der Polizei in der Schweiz sichergestellt werden.