Der öffentlich-rechtliche Fernsehkinderkanal KiKA soll bis Ende 2032 vollständig in ein eigenständiges digitales Angebot überführt werden. Die dafür notwendige Integration in die gemeinsame Infrastruktur von ARD und ZDF „Streaming OS“ sei Anfang des Jahres gestartet worden, teilte der MDR-Rundfunkrat am Montag in Leipzig mit. Mit dem neuen Streaming-Angebot des KiKA sei bereits „ein erster wichtiger Meilenstein erreicht“ worden.
Der MDR-Rundfunkrat hatte auf seiner Sitzung am Montag zur Weiterentwicklung des Kinderkanals beraten. Bis Ende 2027 sollen demnach auch die Web- und App-Angebote schrittweise auf die neue Infrastruktur überführt werden. Insgesamt stehe KiKA, ein Angebot von ARD und ZDF, „vor einem tiefgreifenden Wandel“, hieß es.
Öffentlich-rechtliche Kinderangebote sichtbar machen
Der Rundfunkrat betonte, dass die technische und strategische Weiterentwicklung entscheidend sei, um die Sichtbarkeit öffentlich-rechtlicher Kinderangebote zu stärken. KiKA soll sich als „zentraler digitaler Anlaufpunkt für Kinder und Familien“ positionieren. Dabei komme es insbesondere darauf an, Kindern auch in der digitalen Medienwelt einen geschützten, werbefreien und altersgerechten Zugang zu hochwertigen Inhalten zu ermöglichen, hieß es.
Im linearen Fernsehen behauptete KiKA 2025 den Angaben zufolge zum siebten Mal in Folge die Spitzenposition bei den Drei- bis 13-Jährigen und setzte diese Entwicklung bislang auch 2026 fort. Der Rundfunkrat würdigte die starke Position des Programms als führende Medienmarke für Kinder in Deutschland. Gleichzeitig erreichen die digitalen Angebote von KiKA den Angaben zufolge eine hohe Nutzung.