Mit einer Sonderausstellung verbindet das Händel-Haus in Halle (Saale) aktuelle Debatten um Männlichkeitsbilder mit der historischen Welt des Barockkomponisten Georg Friedrich Händel (1685-1759). Im Vorfeld der diesjährigen Händel-Festspiele beleuchtet die Ausstellung „Mannsbilder: too hot to Händel?“ ab 28. Mai Fragen nach Macht, Rollenbildern und Identität, wie die Händel-Stiftung in Halle mitteilte.
Die aktuellen Diskussionen würden dazu in einen historischen Zusammenhang gestellt. Es werden den Angaben zufolge Männlichkeitsentwürfe zur Zeit Händels vorgestellt und gezeigt, wie sie sich in seinen Opern, Oratorien und Kantaten spiegeln. „Historische und gegenwärtige Vorstellungen von Männlichkeit treten dabei in einen spannenden Dialog, der die Wandelbarkeit des Begriffs erfahrbar macht“, hieß es.
Händel-Festspiele mit mehr als 80 Veranstaltungen
Nach Auskunft der Stiftung Händel-Haus zeigt die Schau besondere Exponate aus den Kunstsammlungen der Veste Coburg und der Sammlung der Meissen Porzellan-Stiftung. Zudem werde „ein extra angefertigtes, außergewöhnliches Objekt, das Georg Friedrich Händel als Menschen noch näherbringt“ gezeigt.
Die Händel-Festspiele finden in diesem Jahr vom 5. bis 14. Juni unter dem Motto „Mannsbilder: Helden, Herrscher, Herzensbrecher“ statt. Geplant seien mehr als 80 Veranstaltungen an 27 Spielorten. Händel habe in seinen Werken oft mächtige Männer wie Ritter oder Könige in den Fokus genommen, aber durchaus ein differenziertes Bild der Gesellschaft gezeichnet, hieß es.