Sachsen-Anhalt unterstützt die Inklusionsarbeit des Vereins Schachzwerge Magdeburg mit 22.500 Euro. Der mit mehr als 900 Mitgliedern größte Schachverein Deutschlands habe das Projekt „MiteinanderMatt“ gestartet, um auch Menschen mit Beeinträchtigungen am Schachbrett zu vereinen und eine starke Gemeinschaft zu formen, teilte eine Ministeriumssprecherin am Mittwoch in Magdeburg mit.
„Teilhabe an Sport- und Freizeitangeboten bedeutet für Menschen mit Behinderungen Selbstverwirklichung und mehr Lebensqualität“, sagte Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD). Die Schachzwerge Magdeburg gingen mit gutem Beispiel voran und setzten ein wichtiges Signal für mehr Inklusion und Chancengleichheit.
Landesaktion auf dem Weg zur inklusiven Gesellschaft
Schon jetzt nähmen Menschen mit Behinderung an Meisterschaften und externen Turnieren teil. Mit dem Projekt „MiteinanderMatt“ wolle der Verein inklusionsorientierte Trainerinnen und Trainer ausbilden, sagte Schachzwerge-Geschäftsführer Michael Zeuner. Dafür sollen „eine inklusionsorientierte Lehrveranstaltung an der Hochschule Magdeburg-Stendal eingeführt“ sowie Schachgruppen in Kitas, Schulen und Pflegeinrichtungen aufgebaut werden. „Das Spiel auf 64 Feldern baut Brücken, stärkt die persönliche Entwicklung und schließt niemanden aus“, ergänzte Zeuner.
Nach Angaben des Ministeriums hat sich Sachsen-Anhalt 2013 mit dem Landesaktionsplan „einfach machen - Unser Weg in eine inklusive Gesellschaft“ ein behindertenpolitisches Programm gegeben, um die gesetzlich verankerte UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen. Dazu zähle auch die Förderung integrativer Projekte.