Fahrradführung über Südwestkirchhof Stahnsdorf
Stahnsdorf (epd).

Der Südwestkirchhof Stahnsdorf kann am letzten Mai-Wochenende (30./31. Mai) per Fahrrad erkundet werden. Eingeladen wird zu drei Fahrradführungen über das 200 Hektar große Areal südlich von Berlin. Begleitet werden die Touren von Friedhofsleiter Olaf Ihlefeldt, wie der Förderverein Südwestkirchhof Stahnsdorf e.V. am Freitag mitteilte.

Die beiden Termine am 31. Mai sind demnach bereits ausgebucht, für den Zusatztermin am 30. Mai um 14 Uhr sind noch Anmeldungen per Mail möglich. Die Teilnehmerzahl sei begrenzt.

Der Friedhof mit zahlreichen Gräbern von Künstlern und Prominenten wurde 1909 für mehrere evangelische Kirchengemeinden aus Berlin eröffnet. Aufgrund der enormen Ausmaße des parkähnlichen Areals stießen Fußgänger schnell an ihre Grenzen. „Das Fahrrad ist für uns die perfekte Alternative“, erklärte Friedhofsleiter Olaf Ihlefeldt: „So schaffen wir es, in rund zwei Stunden Stationen anzusteuern, die man zu Fuß kaum an einem Nachmittag erreichen könnte.“

Gräber von Elisabeth von Ardenne bis Heinrich Zille

Die Route verbinde idyllische Natur mit hautnaher Kulturgeschichte und führe zu prominenten Ruhestätten wie den Gräbern von Heinrich Zille, Werner von Siemens und Elisabeth von Ardenne, das reale Vorbild von Theodor Fontanes „Effi Briest“.

Der von dem Gartenarchitekten Louis Meyer (1877-1955) geschaffene Südwestkirchhof gehört zur Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Er ist nach dem kommunalen Friedhof in Hamburg-Ohlsdorf die zweitgrößte Begräbnisstätte bundesweit.