Kabinett beschließt Zehnjahresplan für Aufforstung des Harzwaldes
s:72:"Themenfoto: Wiederbewaldungs- und Waldentwicklungsprogramm für den Harz";
Themenfoto: Wiederbewaldungs- und Waldentwicklungsprogramm für den Harz
Hannover (epd).

Die niedersächsische Landesregierung hat ein Wiederbewaldungs- und Waldentwicklungsprogramm für den Harz beschlossen. Die Niedersächsischen Landesforsten sollen die rund 30.000 Hektar geschädigten Flächen langfristig zu artenreichen und klimaangepassten Bergmischwäldern umbauen, wie die Staatskanzlei am Dienstag in Hannover mitteilte. Die Gesamtkosten für das auf zehn Jahre angelegte Vorhaben werden auf bis zu 130 Millionen Euro geschätzt.

Das Programm reagiere auf die massiven Waldschäden seit 2018, die vor allem durch Stürme, anhaltende Dürre und Borkenkäferbefall entstanden seien, hieß es. Besonders die großflächigen Fichtenbestände im Harz seien weitgehend zusammengebrochen.

Mindestens zwei Drittel Laubbäume

„Die Wiederbewaldung des Harzes wird viele Jahre in Anspruch nehmen“, betonte Forstministerin Miriam Staudte (Grüne). Es gehe nicht darum, die geschädigten Flächen einfach wieder aufzuforsten, sondern neue Wälder zu entwickeln, die mit veränderten Klimaverhältnissen besser zurechtkämen, unterstrich die Ministerin.

Die Landesforsten setzen den Angaben zufolge sowohl auf die natürliche Aussamung verschiedener Baumarten als auch auf gezielte Pflanzungen klimaangepasster Arten. Mittel- bis langfristig solle der Wald überwiegend aus Baumarten wie Buche, Bergahorn, Lärche, Tanne und Douglasie bestehen. Dabei sollen grundsätzlich mindestens zwei Drittel der Bestände aus Laubbäumen gebildet werden, während die Fichte mit geringeren Anteilen als Wirtschaftsbaumart erhalten bleibt.