Mieterbund NRW fordert landeseigene Wohnungsgesellschaft
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Wohnungsbau
Düsseldorf (epd).

Der Deutsche Mieterbund NRW fordert eine landeseigene Wohnungsgesellschaft, einen Landesbeteiligungsfonds und eine Sozialwohnungsquote für große Vermieter. Nur mehr Investitionen und stärkere Regulierungen des Wohnungsmarktes könnten die Wohnungskrise lösen, erklärte der Landesvorsitzende Hans-Jochem Witzke am Donnerstag in Düsseldorf. Die Mieten stiegen seit Jahren im Landesdurchschnitt um rund fünf Prozent jährlich und von 1,3 Millionen Sozialwohnungen im Jahr 1990 seien aktuell nur noch 411.000 übrig.

Mit einer eigenen Landeswohnungsgesellschaft könne das Land als Bauherr auftreten, preisgünstige Wohnungen anbieten und öffentliches Vermögen aufbauen, erläuterte Witzke. „Zusätzlich muss die Landesregierung den Mieterschutz stärken und die Einführung einer Sozialwohnungsquote für große Vermieter prüfen“, forderte er. Nur durch Neubau könnten die Sozialwohnungen, die jedes Jahr verloren gingen, nicht ausgeglichen werden.