Ebola-Ausbruch: Action Medeor sendet Hilfslieferung in den Kongo
s:103:"Kampf gegen Ebola: Das Medikamentenhilfswerk Action Medeor stellt Schutzanzüge und Hilfsmittel bereit.";
Kampf gegen Ebola: Das Medikamentenhilfswerk Action Medeor stellt Schutzanzüge und Hilfsmittel bereit.
Tönisvorst (epd).

Beim Medikamentenhilfswerk Action Medeor wird eine Lieferung mit Hilfsgütern für die von einem Ebola-Ausbruch betroffene Demokratische Republik Kongo vorbereitet. „In den betroffenen Regionen in der Provinz Ituri gibt es einen immensen Bedarf an persönlicher Schutzausrüstung, der allein aus den Ressourcen vor Ort nicht mehr gedeckt werden kann“, sagte die leitende Apothekerin des Hilfswerks, Irmgard Buchkremer, im niederrheinischen Tönisvorst.

In einem ersten Schritt werden im Lager von Action Medeor spezielle Viren-Schutzanzüge, Handschuhe, Masken, Infrarot-Stirnthermometer, Desinfektionsmittel und Elektrolytlösungen im Wert von rund 40.000 Euro zusammengestellt. Das werden etwa 25 Paletten mit einem Gewicht von 6,5 Tonnen sein. Mit dem Material sollen vor allem Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegepersonal ausgestattet werden, betonte Buchkremer. „Aus früheren Ebola-Epidemien haben wir gelernt, dass der Schutz von Menschen, die in den Gesundheitseinrichtungen arbeiten, absolut wichtig ist.“

Ebola-Epidemie breitet sich in benachbarte Provinzen aus

Derweil spitzt sich die Lage in den von Ebola betroffenen Gebieten im Ostkongo nach Angaben des Hilfswerks weiter deutlich zu. „Unsere Partner aus der Region melden uns, dass es inzwischen mehr als 1.000 Verdachtsfälle und 230 Todesfälle gibt, die meisten davon in der Provinz Ituri“, sagte Pressesprecher Markus Bremers. Und auch in den benachbarten Provinzen stiegen die Infektionszahlen inzwischen rasant.

Die Hilfsgüter sollen nun schnellstmöglich mit einem Flugzeug in die Demokratische Republik Kongo transportiert und dort in die besonders betroffenen Regionen gebracht werden. „Wir tauschen uns mit internationalen und lokalen Hilfsorganisationen aus, damit die Materialien möglichst breit und möglichst schnell dort verteilt werden, wo sie am dringendsten gebraucht werden“, erläuterte Bremers.