Weniger Kommentare in den "Tagesthemen"
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Frankfurt a.M.. Köln (epd).

In den „Tagesthemen“ der ARD gibt es weniger Kommentare: 2025 waren es nur 112 Meinungsbeiträge nach 156 im Vorjahr. Das ist ein Rückgang um 28 Prozent, wie aus Daten der ARD-Programmdirektion hervorgeht, die der Evangelische Pressedienst (epd) ausgewertet hat. In den „Tagesthemen“ heißen die Kommentare seit 2020 „Meinung“.

2021 gab es 265 Kommentare in den „Tagesthemen“, das war die höchste Zahl an Meinungsbeiträgen in dem Nachrichtenmagazin. Gegenüber diesem Rekordwert ging die Zahl der Kommentare um 58 Prozent zurück.

Im vergangenen Jahr kamen vom Bayerischen Rundfunk (BR) 29 Kommentare in den „Tagesthemen“. Der BR rangierte damit vor dem Westdeutschen Rundfunk (WDR) mit 22 und dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) mit 18 Kommentaren. Der BR lag auch deshalb vorn, weil es viele Kommentare mit Auslandsbezug gab - er ist unter anderem für die Studios in Israel und der Türkei zuständig. Die 29 Kommentare wurden von insgesamt 18 Journalisten und Journalistinnen gesprochen.

Frauen sprachen fast die Hälfte der Kommentare

Vom Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) und vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) kamen 2025 jeweils 13 Kommentare, es folgte der Südwestrundfunk (SWR) mit elf. Vom Hessischen Rundfunk (HR) stammten vier Kommentare, von Radio Bremen zwei.

In den ARD-„Tagesthemen“ kommentierten im vergangenen Jahr insgesamt 71 Journalisten, 31 Frauen und 40 Männer. Von den 112 Kommentaren kamen 61 von Männern, die Frauen sprachen insgesamt 51, das entspricht einem Anteil von 46 Prozent.

Zwei Journalisten kamen jeweils auf fünf Kommentare und erreichten damit gemeinsam die Spitzenposition: Julie Kurz vom NDR und Daniel Hechler vom SWR. Kurz arbeitet als Korrespondentin im ARD-Hauptstadtstudio, Hechler leitet beim SWR die Redaktion ARD aktuell Baden-Württemberg. Auf vier Kommentare kamen jeweils Clemens Verenkotte vom BR, Christian Feld vom WDR und Anna Engelke (RBB), die stellvertretende Leiterin des Hauptstadtstudios ist.