230 der insgesamt 600 Stellen, die RTL Deutschland abbauen will, sollen beim Unternehmensbereich RTL News wegfallen. Der zur Mediengruppe RTL Deutschland gehörende Nachrichtensender ntv sowie die Bereiche „Stern“, „GEO“ und „Capital“ seien vom Abbau nicht direkt betroffen, teilte der Sender in Köln mit. Die Stellenkürzungen erfolgten in enger Abstimmung mit dem Betriebsrat sowie „im konstruktiven und engen Dialog mit den betroffenen Kolleginnen und Kollegen“. Betriebsbedingte Kündigungen sollten vermieden werden, hieß es.
„In einem herausfordernden Marktumfeld und angesichts eines sich rasant wandelnden Mediennutzungsverhaltens richtet RTL News seine Marken, Inhalte und Prozesse konsequent neu aus“, erklärte der Sender. Ziel sei es, journalistische Qualität weiter zu stärken, redaktionelle Kräfte durch Digitalisierung und KI effektiver zu nutzen und die publizistische Schlagkraft in einer digitalen Welt zukunftsfähig auszubauen.
Neue Frühschiene mit ntv
Konkret will RTL die VIP- und People-Themen in der Marke „Exclusiv“ bündeln und ab 17. Januar sieben Tage die Woche laufen lassen. Eingestellt würden die Magazine „Gala“ bei RTL und „Prominent“ bei VOX sowie das Shortformat #VOXStimme.
Ab Frühjahr sollen RTL und ntv montags bis freitags zwischen 6 und 9 Uhr ein gemeinsames Programm fahren. „In diesem Zuge gehen die Sendungen 'Punkt 6', 'Punkt 7' und 'Punkt 8' bei RTL im neuen Morgen mit ntv auf“, hieß es. In der Primetime will sich RTL News künftig stärker auf investigative Inhalte mit den Sendungen „Team Wallraff“ und „stern investigativ“ sowie „Extra“ konzentrieren.
RTL hatte Anfang Dezember angekündigt, 600 Stellen zu streichen. Unter anderem will sich das Unternehmen mehr auf das Streaming-Geschäft konzentrieren und seine Organisation umbauen. Ziel sei es, sich „zukunftssicher aufzustellen und auf den Wettbewerb mit den großen US-amerikanischen Streamingdiensten auszurichten“, hieß es damals.