Trotz Großbaustellen kein Einbruch bei Besucherzahl der LWL-Museen
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LWL-Museum für Naturkunde in Münster
Münster (epd).

Die Museen, Stiftungen und Besucherzentren des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben 2025 erneut einen leichten Rückgang an Gästen verzeichnet. Mit insgesamt rund 1,6 Millionen Besucherinnen und Besuchern kamen 102.000 weniger als im Vorjahr, wie der Landschaftsverband am Dienstag in Münster mitteilte. 2024 hatte die Gesamtzahl an Gästen rund 1,7 Millionen betragen, ein Jahr davor waren es 1,8 Millionen Besuche.

LWL-Kulturdezernentin Barbara Rüschoff-Parzinger zeigte sich dennoch mit dem Ergebnis von 2025 zufrieden. „Angesichts der Großbaustellen in zwei unserer Museen sowie auf der Burg Hülshoff sind wir eigentlich von einem deutlich höheren Rückgang der Besuchszahlen ausgegangen“, sagte sie.

Sonderausstellung zu Genen beliebt bei Familien

Das LWL-Museum für Naturkunde in Münster war demnach 2025 Publikumsliebling, registrierte aber mit rund 221.000 Besuchen 46.000 weniger Gäste als ein Jahr zuvor. Trotz umfangreicher Bauarbeiten für den neuen Anbau „Forum für Naturwissenschaften“ sowie der grundlegenden Sanierung des Altbaus blieben Museum und Planetarium 2025 durchgehend geöffnet und konnten vor allem bei Familien mit der inklusiven Sonderausstellung „Gene - Vielfalt des Lebens“ punkten, wie es hieß.

Das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster zog mit seinen Sonderausstellungen und weiteren Angeboten 2025 insgesamt rund 166.000 Besucherinnen und Besucher an (2024: 174.000). Dabei spiegle sich die Beliebtheit der Ende September gestarteten Themenschau „Kirchner. Picasso“ in der Gästezahl wider, hieß es. Mit über 68.000 Besuchern sei das vierte Quartal das stärkste im Jahr gewesen. Die Ausstellung ist noch bis 18. Januar im LWL-Museum am Domplatz in Münster zu sehen.

Museen für Industriekultur in Westfalen-Lippe zunehmend gefragt

Das ebenfalls von Umbauarbeiten betroffene LWL-Freilichtmuseum im lippischen Detmold zählte im vergangenen Jahr rund 142.000 Gäste (2024: 151.000). Angesichts des wetterbedingt durchwachsenen Sommers sei das ein gutes Ergebnis, hieß es. Das LWL-Freilichtmuseum in Hagen blieb mit rund 117.000 Besucherinnen und Besuchern nur leicht hinter der Gästezahl von 2024 zurück (2024: 121.000).

In den LWL-Museen für Industriekultur sind dagegen die Besuchszahlen gegenüber dem Vorjahr etwas angestiegen, wie es weiter hieß. Rund 440.000 Menschen kamen 2025 in die acht Häuser in Westfalen-Lippe (2024: 419.000). Dabei waren die Ausstellungen und Veranstaltungen auf Zeche Zollern in Dortmund und in der Henrichshütte in Hattingen mit jeweils 108.000 und 93.000 Gästen sehr gefragt.