Max Ernst Museum präsentiert Werkschau von Marianna Simnett
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Die Installation "Prayers for Roadkill (Bird)" der britisch-kroatischen Künstlerin Marianna Simnett.
Brühl (epd).

Das Max Ernst Museum in Brühl präsentiert seit Samstag eine Werkschau der britisch-kroatischen Künstlerin Marianna Simnett. Zu sehen sind bis zum 5. Juli Gemälde, Skulpturen, Video- und KI-Arbeiten der 1986 geborenen Künstlerin. Es handelt sich um ihre erste Überblicksschau. Der Titel der Ausstellung „Headless“ (Kopflos) ist vom Surrealisten Max Ernst inspiriert, dem Namenspatron des Museums.

Damit bezieht sich Simnett auf Max Ernsts ersten Collageroman „La femme 100 têtes“ (Die hundertköpfige kopflose Frau) von 1929. Simnetts eigens für die Brühler Schau geschaffene Gemäldeserie „Headless“ knüpft direkt an dieses Werk an.

Motive aus Mythologie und Märchen

Simnetts künstlerische Arbeit ist seit Langem stark vom Surrealismus beeinflusst. Die Bildsprache des Collageromans Max Ernsts sowie das Motiv der Kopflosigkeit ziehen sich auch als roter Faden durch die Ausstellung. Dabei nutzt Simnett häufig Motive aus der griechischen Mythologie und aus Märchen. Die Arbeiten bewegen sich im Spannungsfeld von Traum und Trauma, Gewalt, Horror und Spiel. Das Museum hat einige ihrer Videoarbeiten wegen gewalttätiger Szenen mit Warnhinweisen versehen.

Marianna Simnett, die in New York und Berlin lebt, war mit ihren Werken 2022 auf der 59. Biennale in Venedig vertreten. Sie hatte unter anderem Einzelausstellungen im Hamburger Bahnhof in Berlin, im MMK Museum für Moderne Kunst in Frankfurt sowie im The New Museum in New York.