Land NRW fördert Museen mit rund 3,4 Millionen Euro
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Die US-amerikanische Künstlerin Simone Forti (i.l) erläutert im Kunstmuseum Bonn eine Video-Performance ihrer Ausstellung "Simone Forti - sound move" (Archivbild 2016)
Düsseldorf (epd).

Das Land Nordrhein-Westfalen stellt den Museen in diesem Jahr insgesamt mehr als 3,4 Millionen Euro für Ausstellungsprojekte, Restaurierungsvorhaben und Ankäufe zur Verfügung. „Die Dichte und Vielfalt der Museumslandschaft in Nordrhein-Westfalen ist einzigartig in Europa“, sagte Kulturministerin Ina Brandes (CDU) am Sonntag in Düsseldorf. Mit der Förderung würden die Häuser bei ihren Kernaufgaben unterstützt: „sammeln, bewahren, erforschen und vermitteln“.

Im Rahmen des Programms „Basisförderung Kunstmuseen NRW“ fließen demnach rund zwei Millionen Euro in 30 Ausstellungsprojekte. Eine Expertenjury wählte unter anderem die Ausstellung „Krieg und Konfitüre“ über Parallelen im Werk der deutschen Künstler Daniel Richter und George Grosz, die das Gustav-Lübcke-Museum in Hamm ab September zeigt, sowie die Jubiläumsschau „Along the Color Line. Perspektiven einer transatlantischen Moderne“ zum 50-jährigen Bestehen des Kölner Museums Ludwig aus.

Max Ernst Museum erwirbt 100 Jahre altes Gemälde „Chimère Rouge“

Zehn Kunstmuseen erhalten für den Ankauf von Werken insgesamt rund 632.000 Euro, wie es hieß. So erwarb das Museum Abteiberg in Mönchengladbach zwei Werke der Malerin Silke Otto-Knapp und eine Installation des US-amerikanischen Künstlers Ari Benjamin Meyers. Das Max Ernst Museum des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) in Brühl konnte das Gemälde „Chimère Rouge“ (1925) von Max Ernst dauerhaft für die eigene Sammlung sichern. Das Marta in Herford stärkt dagegen mit dem Ankauf von zwei Arbeiten von Martha Rosler bewusst weibliche Positionen in der Museumssammlung, wie das Ministerium erklärte.

Für insgesamt 18 Restaurierungsvorhaben stellt das Land in diesem Jahr Mittel in Höhe von mehr als 525.000 Euro bereit. Zu den von der Jury ausgewählten Projekten gehören etwa die Überarbeitung der bedeutenden Videokunstsammlung am Kunstmuseum Bonn und die Erneuerung des Werks „Aquamobil Modell B“ von Gottfried Gruner im Kunstmuseum Gelsenkirchen. Das Koekkoek Haus in Kleve kann mithilfe der Landesförderung das fast 190 Jahre alte Gemälde „Große Waldlandschaft“ von Barend Cornelis Koekkoek restaurieren lassen.