Internationale Kurzfilmtage Oberhausen enden mit Preisverleihungen
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Kinosaal
Oberhausen (epd).

Die 72. internationalen Kurzfilmtage Oberhausen sind mit der Preisverleihung im Oberhausener Lichtburg Filmpalast zu Ende gegangen. „Großer Gewinner“ ist die kroatische Produktion „Opera“ von Igor Zelić, die nicht nur den mit 8.000 Euro dotierten Hauptpreis des Festivals, den Großen Preis der Stadt Oberhausen, gewann, sondern auch den ersten Preis der Jury des NRW-Kulturministeriums und den Fipresci-Preis der internationalen Filmkritik, wie die Festivalmacher mitteilten. In vier Wettbewerben wurden am Sonntag 21 Preise vergeben. Die drei Auszeichnungen des MuVi-Preises für Musikvideos waren am Vortag verliehen worden. Insgesamt vergaben die Kurzfilmtage knapp 45.000 Euro an Preisgeldern.

Den mit 5.000 Euro dotierten Preis des Deutschen Wettbewerbs gewann Dagie Brundert für ihren Film „Audry Lornacle or 14 Days in DJ’s House“. Brundert, die seit vielen Jahren mit Super 8 arbeite, dokumentiere einen zweiwöchigen Aufenthalt in Derek Jarmans Cottage an der englischen Küste. „Eine vergnügte Traumnovelle, deren (...) filmische Gestalt getragen wird von ihrer persönlichen Erzählung und von ihrem einmalig kreativen Umgang mit dem Filmmaterial“, urteilte die Jury.

Einen mit 4.000 Euro dotierten Preis verlieh die Internationale Jury an den chinesischen Experimentalfilm „Hei Dong Dong“ (Dark Channel) von Yu Zhe. Der Film erhielt außerdem eine lobende Erwähnung des NRW-Kulturministeriums.

Nachwuchspreis für „Catacombs“

Den 3sat-Nachwuchspreis im Deutschen Wettbewerb, dotiert mit 2.500 Euro, gewann der in Syrien geborene Shehab Fatoum für „Catacombs“, der die Geschichte einer Flucht mit Anspielungen auf die Odyssee verarbeitet. Im NRW-Wettbewerb ging der mit 1.000 Euro dotierte erste Preis an Miri Klischat für „The Garden of Edie“, eine biografische Erzählung von Edie, die sich ihren Traum einer Schriftstellerkarriere als Sexarbeiterin erfüllt.

Die Kinderjury vergab im Kinder- und Jugendfilmwettbewerb ihren mit 1.000 Euro dotierten Preis, gestiftet von der WBO Oberhausen, an die britische Produktion „Under The Wave off Little Dragon von Luo Jian“ über ein chinesisch-stämmiges Mädchens, das in Wales lebt. Der evo-Preis der Kinderjury, ebenfalls dotiert mit 1.000 Euro, ging an die israelische Animation „Ha Tzel Sheli Ve Ani“ (Mein Schatten und ich) von Yali Herbet über einen Jungen, der am Strand einen Freund findet. Außerdem verlieh die Jugendjury den mit 1.000 Euro dotierten Surprise-Preis für den überraschendsten Film an die indisch-deutsche Koproduktion „Mappillai“ (Der Bräutigam)über Kinderheirat.