Internationale Experten tauschen sich über Glockenkunde aus
s:82:"Läutewerk (zwischen Scheinwerfer und Dampfdom) der Pressnitztalbahn im Erzgebirge";
Läutewerk (zwischen Scheinwerfer und Dampfdom) der Pressnitztalbahn im Erzgebirge
Gescher (epd).

Mehrere Dutzend Glocken-Experten aus dem In- und Ausland kommen von Freitag bis Sonntag zu ihrem Jahrestreffen im westfälischen Gescher (Kreis Borken) zusammen. Das 33. Kolloquium zur Glockenkunde startet mit einem öffentlichen Vortrag über „Die Sprache der Glocken in der Oper“, wie der Verein Deutsches Glockenmuseum am Montag ankündigte. Der Musikwissenschaftler Nepomuk Riva halte ihn. Bei ihrer Tagung tauschen sich die Fachleute über aktuelle Forschung, Restaurierungsprojekte sowie historische, technische und musikalische Fragen aus.

Das anschließende zweitägige Fachprogramm reicht von historischen Forschungen über Glockengießerei und Restaurierung bis hin zu akustischen Themen. So geht es beispielsweise um den Einsatz von Glocken bei den Eisenbahnen Deutschlands und der Schweiz. Berichtet wird etwa über das derzeit größte europäische Glockenprojekt im Magdeburger Dom, die Rekonstruktion der ältesten Glocke der Stadt Prag und die Montage der mit 50 Tonnen Gewicht größten Läuteglocke der Welt, „Vox Patris“, in Brasilien.

Exkursion führt nach Borghorst und Burgsteinfurt

Am Samstagnachmittag steht traditionell eine Exkursion zu historischen Glocken im Münsterland auf dem Tagungsplan. In diesem Jahr besuchen die Teilnehmenden Instrumente in Borghorst und Burgsteinfurt, die besichtigt und zum Klingen gebracht werden. Gastgeber der Tagung ist der Verein Deutsches Glockenmuseum, der seine Sammlung im Westfälischen Glockenmuseum Gescher ausstellt und dort zu Forschungszwecken auch eine Bibliothek und ein Archiv unterhält.