Im Theater Marl sind die Grimme-Preise verliehen worden. Für ihre „Besondere Journalistische Leistung“ wurde die Leiterin des ZDF-Auslandsstudios Kairo, Golineh Atai, ausgezeichnet. Die Besondere Ehrung des Deutschen Volkshochschul-Verband ging an den ehemaligen Moderator und Showmaster Frank Elstner. Insgesamt wurden bei der von Linda Zervakis moderierten Festveranstaltung 16 Grimme-Preise und drei Sonderpreise vergeben. Der 1964 erstmals vergebene undotierte Grimme-Preis gilt als wichtigster deutscher Fernsehpreis.
In der Kategorie Information & Kultur ging erstmals ein Grimme-Preis an den Privatsender RTL2 für den Zweiteiler „Hass.Hetze.Hoffnung“. Weitere Auszeichnungen erhielten die Dokumentationen „Das leere Grab“ (ZDF), „Petra Kelly - Act Now!“ (ARD/ARTE) und „Sudan: Ein Krankenhaus im Schatten des Krieges“ (ZDF/DW/ARTE).
In der Kategorie Fiktion wurden der Fernsehfilm „Die Nichte des Polizisten“ (ARD/SWR/NDR), die „Tatort“-Folge „Dunkelheit“ (ARD/HR) sowie die Serien „Die Affäre Cum-Ex“ und „Tschappel“ (beide ZDF) geehrt. Den Spezial-Preis in der Kategorie Fiktion erhielt der Film „Unterwegs im Namen der Kaiserin“ (ZDF) für „die zeitgemäße Dekonstruktion des Sisi-Hypes“.
Auszeichnung für „Maithink X“
Grimme-Preise in der Rubrik Unterhaltung gingen an die ZDF-Wissenschaftssendung „Maithink X - Die Show (2025)“ mit Mai Thi Nguyen-Kim und die Prime-Video-Serie „Gerry Star“. Für „smypathisch - die show“ (ZDF/funk) erhielt Webvideo-Produzentin Marie Lina Smyrek nach 2023 bereits den zweiten Grimme-Preis für „eine besonders gelungene und wegweisende Verbindung aus Fernsehhandwerk und Internetkultur“.
In der Kategorie Kinder & Jugend hatte die Jury die Spielfilme „Grüße vom Mars“ (ARD) und „Ellbogen“ (ZDF) ausgewählt. Einen Spezialpreis gab es für die Protagonisten und die Idee der Dokumentation „Der talentierte Mr. F“ (ARD). Die Studierendenjury entschied sich den Angaben zufolge für die Medical-Drama-Serie „KRANK Berlin“ (ZDF neo/Apple TV+). Den Publikumspreis der Marler Gruppe erhielt die Animations-Serie „Lenas Hof“ (ZDF).
Stifter des Grimme-Preises ist der Deutsche Volkshochschul-Verband, weitere Partner sind das Land Nordrhein-Westfalen, das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF), der Westdeutsche Rundfunk (WDR), 3sat und die Stadt Marl.