Unter dem Titel „BESETZT. Spuren in Gelb“ zeigt der Fotokünstler Andreas Vincke, Einrichtungsleiter des Altenzentrums am Schwesternpark in Witten, eine Ausstellung über die inzwischen fast vollständig aus dem öffentlichen Raum verschwundenen gelben Telefonzellen. Die Schau auf der Brücke im Quartier der Feierabendhäuser (Pferdebachstraße 43, 58455 Witten) wird am Dienstag (27. Oktober) um 10:30 Uhr mit einer Vernissage eröffnet und ist bis zum 3. März 2027 zu sehen, wie die Diakonie Ruhr ankündigte.
Präsentiert werden den Angaben zufolge 17 großformatige Fotografien, die das gelbe Häuschen aus unterschiedlichen Perspektiven dokumentieren und künstlerisch in Szene setzen. Entstanden sind sie zwischen 2014 und 2020 an verschiedenen Orten in Deutschland. Die Bilder erzählten von Intimität, Kommunikation, Architektur und dem Wandel der Zeit, hieß es.
Kurzfilm, Audioinstallation und Beteiligung der Besucher
Ergänzt wird die Schau durch den dokumentarischen Kurzfilm „Fasse dich kurz“ von 2018 sowie eine Audioinstallation, die die typischen Klänge rund um das Fernsprechhäuschen erlebbar macht. Besucherinnen und Besucher könnten außerdem persönliche Erinnerungen an die gelbe Telefonzelle auf einen Anrufbeantworter sprechen. Aus den gesammelten Aufzeichnungen wird anschließend ein weiteres Projekt entstehen.
Begleitet wird die Ausstellung den Angaben zufolge durch eine Kooperation mit dem Telefonmuseum Bochum. Experten des Museums besuchen die Bewohnerinnen und Bewohner in den Feierabendhäusern und nehmen sie mit auf eine interaktive Zeitreise durch die Geschichte der Telefonie. Dabei wird unter anderem vor Ort ein funktionierendes Telefonnetzwerk aufgebaut, sodass die Bewohnerinnen und Bewohner historische Geräte selbst ausprobieren, wählen und miteinander telefonieren können. So werden Erinnerungen geweckt und Technikgeschichte erlebbar.