Flussreise von Fotograf Boris Becker im Saarlandmuseum
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Saarlandmuseum
Saarbrücken (epd).

Die Moderne Galerie des Saarlandmuseums zeigt ab 11. April Fotos von Boris Becker zur Region Saarland-Lothringen-Luxemburg. „Auf seiner fotografischen Reise folgt Becker der Mosel, der Meurthe, dem Marne-Rhein-Kanal, dem Saar-Kohlenkanal und schließlich der Saar selbst“, teilte die Stiftung Saarländischer Kulturbesitz in Saarbrücken mit. Die Bildserie mache sichtbar, wie die Gegenwart geprägt sei und mache Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten über Grenzen hinweg deutlich. Die Ausstellung „La ligne claire - Die helle Linie“ ist bis zum 5. Juli zu sehen.

„Die Flüsse in unserer Region waren seit jeher Transportweg sowie Motor für wirtschaftlichen und kulturellen Wandel“, erklärte die Stiftung. „Die Flusslandschaften boten Rohstoffe und günstige Bedingungen zur Ansiedlung von Industrie seit dem 19. Jahrhundert.“ Durch den Strukturwandel seien jedoch ganze Industriebranchen in Krisen geraten, was auch an den Flüssen deutlich sichtbar werde. „Boris Becker richtet den Blick nicht auf die bekannten Natur- und Kulturdenkmäler, sondern auf Spuren der Veränderungen, die von Menschen herbeigeführt werden“, betonten die Ausstellungsmacher.

Zweiter Projektteil an deutsche-französischer Grenze

Becker gestaltet die mittlerweile dritte Ausgabe des grenzüberschreitenden Fotoprojekts „La ligne claire - Die helle Linie“. Das Auftragsprojekt setzt sich alle zwei Jahre mit einem Thema des kulturellen Erbes im Saarland und dem französischen Département Moselle auseinander. Vor Becker nahmen der französische Künstler Guillaume Greff und die kanadische Künstlerin Adrienne Surprenant daran teil. Der zweite Teil des Projekts wird den Angaben zufolge vom 11. April bis 31. August im öffentlichen Raum, direkt an der deutsch-französischen Grenze, im Europäischen Kulturpark Bliesbruck-Reinheim zu sehen sein.