Protest gegen Stadtrundgang der AfD in Düsseldorf
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Sticker gegen Extremismus
Düsseldorf (epd).

Mit einer Kundgebung wollen die Evangelische Kirche in Düsseldorf und das Bündnis „Düsseldorfer Appell“ am 15. Juni ein Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt setzen. Die Kundgebung „Demokratie, Menschenwürde und Vielfalt“ beginnt um 16 Uhr an der Johanneskirche und ist eine Reaktion auf einen von der AfD angekündigten Rundgang durch das Düsseldorfer Japan-Viertel, wie der Kirchenkreis mitteilte.

Nach vorangegangenen Rundgängen durch das Bahnhofsviertel und das sogenannte Maghreb-Viertel in Oberbilk hatte die Partei angekündigt, ihren Blick nun auf einen weiteren Stadtteil mit einer vermeintlichen „Parallelgesellschaft“ zu richten.

Der Superintendent des Kirchenkreises Düsseldorf und Sprecher des „Düsseldorfer Appells“, Heinrich Fucks, betonte: „Wo Menschen pauschal verdächtigt, gegeneinander ausgespielt oder zu Sündenböcken gemacht werden, wachsen Misstrauen und Spaltung“. Darum müssten Demokratie, Menschenwürde und Vielfalt geschützt werden.

Friedensgebet schließt die Kundgebung ab

Zu der Kundgebung wird auch der Düsseldorfer Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) erwartet. Den Abschluss bildet ein ökumenisches Friedensgebet mit Johanneskirchen-Pfarrer Gert Ulrich Brinkmann und Pfarrerin Silke Tosch von der Rheinkirche Düsseldorf unter Beteiligung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK).

In einem Offenen Brief bekennt sich der „Düsseldorfer Appell“ zudem zu „einer offenen Stadt“ und stellt sich „entschieden gegen Versuche, die Vielfalt zu delegitimieren“. Man lasse nicht zu, dass Düsseldorf „zum Schauplatz rechter Stimmungsmache“ werde. Deshalb beziehe man Position gegen rassistische und ausgrenzende Narrative, die politische Instrumentalisierung des öffentlichen Raums sowie die Normalisierung von Abwertung und Spaltung, hieß es.