Präses Ruck-Schröder besorgt über Festnahme palästinensischer Christin
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Präses Ruck-Schröder (Archivbild)
Bielefeld (epd).

Die westfälische Präses Adelheid Ruck-Schröder hat sich besorgt über die Festnahme der palästinensischen Christin Natalie Abudayyeh im Westjordanland geäußert. Die Nachricht von der Verhaftung der evangelischen Studentin Abudayyeh und weiterer junger Frauen habe sie „zutiefst erschüttert“, heißt es in einem am Samstag in Bielefeld veröffentlichten Schreiben Ruck-Schröders an Bischof Imad Haddad von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land.

„Als Evangelische Kirche von Westfalen verurteilen wir willkürliche Aktionen, die angesichts der angespannten Situation zur Eskalation führen“, erklärte die leitende Theologin. Nötig sei von allen Seiten „Gesten der Menschlichkeit und der Empathie“. „Deshalb erwarten wir von den israelischen Verantwortlichen die Freilassung der Verhafteten“, unterstrich die Präses.

Präses: Verhaftung widerspricht rechtsstaatlichen Prinzipien

Verhaftungen ohne klar genannten Grund, ohne Benachrichtigung der Eltern, ohne die Möglichkeit anwaltlicher Hilfe in den ersten Tagen und ohne richterlichen Beschluss würden sowohl rechtsstaatlichen Prinzipien als auch humanitären Vorstellungen widersprechen, kritisierte Ruck-Schröder.

Auch die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Kirsten Fehrs, und EKD-Auslandsbischof Frank Kopania hatte sich besorgt über die Festnahme geäußert. Wie Kopania unter Berufung auf Angaben der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land mitteilte, wurde Abudayyeh am 2. Juni gemeinsam mit drei weiteren Frauen von israelischen Sicherheitskräften aus ihrem Studierendenwohnheim heraus festgenommen. Abudayyeh ist Mitglied der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land, Absolventin der Talitha Kumi Schule in Beit Jala und Studentin der Medien- und Kommunikationswissenschaften an der Birzeit-Universität.