"Brot für die Welt" fordert Kurswechsel im Kampf gegen den Hunger
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Logo des evangelischen Hilfswerks "Brot für die Welt"
Berlin, Düsseldorf (epd).

„Brot für die Welt“ hat die Bundesregierung mit Blick auf 645 Millionen hungernde Menschen weltweit zu mehr Verlässlichkeit bei der Entwicklungszusammenarbeit aufgerufen. Verschärft durch geopolitische Krisen wie den Iran-Krieg drohe derzeit „die dritte Ernährungskrise innerhalb von sechs Jahren“, sagte die Präsidentin des evangelischen Hilfswerks, Dagmar Pruin, bei der Vorstellung des Jahresberichts ihrer Organisation in Berlin. Doch anstatt krisensichere Ernährungssysteme durch Lösungsansätze wie die Agrarökologie konsequent zu fördern, sei die deutsche Entwicklungspolitik von weiteren Kürzungen betroffen.

„Brot für die Welt“ hat dem Bericht zufolge im vergangenen Jahr 72,6 Millionen Euro Spenden und Kollekten gesammelt - davon kamen rund 7,2 Millionen Euro aus der Evangelischen Kirche im Rheinland, 5,6 Millionen Euro aus der Evangelischen Kirche von Westfalen und fast 400.000 Euro aus der Lippischen Landeskirche. Im Jahr 2024 lag die Gesamtspendensumme mit 73,9 Millionen Euro mehr als eine Million Euro höher. Aus der rheinischen Kirche ging die Spenden- und Kollekteneinnahme im Vergleich zu 2024 um rund 2,6 Millionen Euro zurück, in der Lippischen Landeskirche um rund 1.000 Euro, wohingegen sie in der westfälischen Kirche um rund 900.000 Euro stieg.

Insgesamt rund 340 Millionen Euro für die Entwicklungsarbeit

Zu den Spenden- und Kollekteneinnahmen von „Brot für die Welt“ kämen kirchliche und Bundesmittel hinzu, hieß es. Insgesamt standen im Jahr 2025 den Angaben zufolge 341,7 Millionen Euro für die Entwicklungsarbeit zur Verfügung. 2024 waren es 332 Millionen Euro. Damit unterstützte das Hilfswerk weltweit 3.000 Projekte in 77 Ländern.