Der ver.di-Bundesvorsitzende Frank Werneke hat Überlegungen, den Maifeiertag zu streichen, eine klare Absage erteilt. Pläne der Union dazu seien unerhört, sagte er dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“. In Sachen Sozialabbau und Verschlechterung von Arbeitnehmerrechten werde vor nichts mehr zurückgeschreckt.
„Dass die Union sich traut, die Streichung des 1. Mai als gesetzlichen Feiertag auf die in Berlin kursierenden Giftlisten zu setzen, ist nicht nur unerhört - das ist ein Alarmzeichen“, betonte der Gewerkschaftschef. „Was wir gerade erleben, ist ein Trommelfeuer von Angriffen auf den Sozialstaat.“ Umso wichtiger sei es, der Bundesregierung zu zeigen, dass die Beschäftigten das nicht klaglos hinnehmen würden.
Aufruf zur Beteiligung an 1. Mai-Demos
Werneke rief zur Beteiligung an den Demos zum Tag der Arbeit am 1. Mai auf. Er selbst wird auf der Kundgebung in Bielefeld sprechen. Die zentrale Kundgebung für NRW findet in Mülheim an der Ruhr mit NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) statt. Weitere prominente Redner sind die SPD-Parteivorsitzenden, Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas, die in Duisburg spricht, und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil in Bergkamen.