Solingen gedenkt am 23. August der Opfer des Terroranschlags
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Eine Steintafel erinnert an das Attentat vom 23. August 2024 auf dem Fronhof in Solingen (Archivbild).
Solingen (epd).

Solingen begeht am 23. August den zweiten Jahrestag des Terroranschlags auf dem Stadtfest. Der islamistisch motivierte Anschlag habe die Menschen „tief erschüttert und Spuren in der Stadtgesellschaft hinterlassen, die bis heute nachwirken“, teilte die Stadtverwaltung mit. Gemeinsam mit dem evangelischen Kirchenkreis sei ein „dezenter Gedenktag“ geplant, „der Raum für Erinnerung, Austausch und stilles Innehalten“ eröffne. Zum Gedenken zum Tatzeitzeitpunkt gegen 21.30 Uhr wird auch Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) erwartet.

Den Auftakt des Tages bildet um 10 Uhr ein Gedenkgottesdienst in der Evangelischen Stadtkirche, an dem auch Oberbürgermeister Daniel Flemm (CDU) teilnehmen wird. Am Abend findet von 19 bis 21 Uhr eine Dialogveranstaltung im Bürgersaal der Stadtkirche statt. Wissenschaftler der Konfliktakademie „ConflictA“ der Universität Bielefeld gestalten das Gespräch. Um 21.30 Uhr beginnt am Gedenkstein an der Stadtkirche die öffentliche Gedenkveranstaltung rund um den damaligen Tatzeitpunkt. Die Liturgie übernehmen Superintendentin Ilka Werner und die Vorsitzende des Solinger Katholikenrats, Ulrike Spengler-Reffgen. Zum eigentlichen Tatzeitpunkt um 21.37 Uhr ist eine Schweigeminute geplant.

Gericht sprach gegen den Täter die Höchststrafe aus

Der syrische Asylbewerber Issa al H. hatte am 23. August 2024 auf dem Fronhof wahllos Menschen des Solinger Stadtfestes mit einem Messer attackiert. Drei Menschen starben bei dem islamistisch motivierten Angriff, acht wurden zum Teil schwer verletzt. Das Oberlandesgericht Düsseldorf verurteilte den Täter im September 2025 zu einer lebenslangen Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung. Zudem sprach das Gericht die besondere Schwere der Schuld gegen Issa al H. aus.