In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Menschen, die an einer Krebserkrankung sterben, innerhalb eines Jahres nahezu unverändert hoch geblieben. Wie die statistische Landesbehörde IT.NRW am Montag in Düsseldorf erklärte, starben im Jahr 2024 insgesamt 51.183 Menschen aus NRW an einer Krebserkrankung. Damit sei die Fallzahl im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert geblieben. Um 0,6 Prozentpunkte leicht erhöht hat sich der Anteil der Krebs-Sterbefälle an Todesfällen insgesamt von 2023 mit 22,6 Prozent auf das Jahr 2024 mit einem Anteil von 23,2 Prozent. Im Zehnjahresvergleich sank dieser Anteil in NRW um 3,5 Prozentpunkte.
Unter den krebsbedingten Todesfällen stellten Krebserkrankungen der Verdauungsorgane im Jahr 2024 erneut die häufigste Todesursache in NRW dar. Der Anteil betrug den Statistikern zufolge 30 Prozent bei Männern und 27,2 Prozent bei Frauen. Auf Rang zwei folgten bösartige Neubildungen der Atmungsorgane mit Anteilen von 25,2 Prozent bei Männern und 20,7 Prozent bei Frauen.
Deutliche Steigerung in vergangenen 20 Jahren
Bundesweit ist die Zahl der Krebstoten in Deutschland in den vergangenen 20 Jahren gestiegen. Rund 230.000 Menschen sind 2024 in Deutschland an Krebs gestorben, etwa zehn Prozent mehr als 20 Jahre zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden zum Weltkrebstag am 4. Februar mitteilte. Der Anstieg sei vor allem auf die Alterung der Gesellschaft zurückzuführen. Krebs führt laut Bundesamt gerade bei jungen Menschen sowie Frauen und Männern im mittleren Alter seltener zum Tod als noch vor 20 Jahren. Ursachen dürften verbesserte Behandlungsmethoden, Möglichkeiten zur Früherkennung und Prävention sein.