NRW: Neue Fachstelle soll queere Familien begleiten und beraten
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Eine LGBTQ-Regenbogenfahne
Düsseldorf (epd).

Die NRW-Landesregierung fördert die neue Landesfachstelle Regenbogenfamilien in diesem Jahr mit 160.000 Euro. Die Fachstelle in Trägerschaft des Queeren Netzwerks NRW unterstütze queere Familien und qualifiziere Fachkräfte, die diese Familien begleiten, erklärte das NRW-Familienministerium am Montag in Düsseldorf. Die neue landesweite Anlaufstelle trage dazu bei, die Sichtbarkeit und Akzeptanz von Regenbogenfamilien „weiter zu erhöhen“.

Regenbogenfamilien sind Familien, in denen mindestens ein Elternteil lesbisch, schwul, bisexuell, transgeschlechtlich beziehungsweise intergeschlechtlich und/oder nichtbinär ist. Im Alltag erlebten sie „noch immer Vorurteile“ oder stießen auf Hürden, sagte Familienministerin Verena Schäffer (Grüne).

Ausbau von Beratungsangeboten im ländlichen Raum

Die Landesfachstelle plant den Angaben zufolge unter anderem den Ausbau von Angeboten der Begleitung und Beratung im ländlichen Raum. Ebenso sollen neue regionale Netzwerke und Gruppen gefördert werden. Die Einrichtung werde zudem Fachkräfte und Beratungsstellen für die Lebensrealitäten von Regenbogenfamilien sensibilisieren. Informationskampagnen und digitale Angebote sollen helfen, Vorurteile abzubauen.

Viele der queeren Familien berichten dem Familienministerium zufolge von Diskriminierungserfahrungen, fehlender Sensibilität bei Behörden, Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen sowie einem Mangel an wohnortnahen Beratungsangeboten. Bei der Familiengründung sähen viele queere Personen „noch immer keine gleichen Chancen“, hieß es.