Mehr als 30 Verbände, Institutionen, Kammern und Kirchen haben sich in NRW zu einem Netzwerk gegen Artensterben, Lebensraumverlust und Extremwetter zusammengeschlossen. Die Mitglieder setzen sich unter dem Motto „NRW - Wir machen das!“ dafür ein, dass die Wiederherstellung der Natur als zentrale Zukunftsaufgabe im Land verankert wird, wie der der Naturschutzbund NRW am Freitag in Düsseldorf mitteilte. Es handele sich um das bundesweit erste Netzwerk seiner Art.
Mitglieder sind laut Nabu unter anderem die Evangelische Kirche von Westfalen, der Sozialverband Deutschland, der Deutsche Alpenverein, der Landessportbund und die Ärztekammer Nordrhein. Ziel des Netzwerkes sei die „entschlossene und kooperative Umsetzung der EU-Wiederherstellungsverordnung“. Die Verordnung verpflichtet alle EU-Mitgliedstaaten, geschädigte Ökosysteme schrittweise wieder in einen guten Zustand zu versetzen. Bis 2030 sollen auf mindestens 20 Prozent der EU-Land- und Meeresflächen Renaturierungsmaßnahmen greifen, bis 2050 alle sanierungsbedürftigen Lebensräume abgedeckt sein.
Renaturierung für widerstandsfähige Lebensräume
„Gesunde Ökosysteme sichern unsere Zukunft - von der öffentlichen Gesundheit über die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit bis zur Klimaanpassung“, sagte die Nabu-Landesvorsitzende Heide Naderer. Die Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen sei deshalb „eine zentrale und prioritäre gesellschaftliche Aufgabe“. Die Renaturierung natürlicher Lebensräume stärke die Natur und schütze die Lebensgrundlagen des Menschen. Das neue Netzwerk in NRW stehe für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, der nötig sei, um Klimaanpassung und widerstandsfähige Lebensräume mit den Bedürfnissen der Menschen zu verbinden.