Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat die katholische Publizistik gewürdigt. Sie leiste einen wichtigen Dienst für die freiheitliche Gesellschaft, sagte er am Montag laut Redetext in Bonn bei einer Feier zur neuen Ausrichtung der katholischen Publizistik. In der neuen PubliKath GmbH sind nun die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) und Onlineportale wie etwa „katholisch.de“ und „filmdienst.de“ zusammengefasst.
Die Gründung von PubliKath und damit die Bündelung der Arbeit der katholischen Berichterstattung sei „ein wichtiger Schritt“, sagte Wüst laut Redetext. Journalismus geleitet von christliche Werten könne Raum für Verständigung schaffen und Menschen über Generationen und Milieus hinweg verbinden. Social-Media-Plattformen würden die Art des Kommunizierens und des gesellschaftlichen Miteinanders verändern. „Immer häufiger überwiegen eben Desinformation, Verschwörungstheorien, Hass und Hetze. Inhalte, die Angst schüren und unsere Gesellschaft auseinandertreiben“, erklärte der Ministerpräsident.
Wüst: Demokratie braucht unabhängigen Journalismus
Durch Verleumdung werde das Vertrauen in journalistische Medien zerstört, Plattformen würden sich ihrer Verantwortung entziehen und die deutsche Medienregulierung werde aus den USA als Zensur diffamiert, warnte Wüst. „Echte Rede- und Meinungsfreiheit gibt es nur mit Verantwortung. Verantwortung für das, was gesagt wird und das, was verbreitet wird“, betonte der Ministerpräsident. „Demokratie und Freiheit brauchen unabhängigen Journalismus.“
Die PubliKath GmbH ist den Angaben zufolge aus einer Umstrukturierung des Katholischen Medienhauses in Bonn hervorgegangen und bereits im September gegründet worden. Dazu gehören auch die Partnerportale „weltkirche.de“, „rpp-katholisch.de“ und „katholische-schulen.de“. Ziel der Umstrukturierung sei es, schneller auf technische Veränderungen im Medienmarkt sowie von Nutzerinnen und Nutzern reagieren zu können.