Menschen in NRW werden älter
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2025 war fast jede vierte Person in NRW mindestens 65 Jahre alt.
Düsseldorf (epd).

Die Lebenserwartung in Nordrhein-Westfalen ist in den vergangenen 80 Jahren bei neugeborenen Jungen um mehr als 20 Jahre und bei Mädchen um knapp 20 Jahre gestiegen. Neugeborene Jungen in NRW werden heute im Schnitt 78,5 Jahre und Mädchen 82,8 Jahre alt, wie die statistische Landesbehörde IT.NRW in Düsseldorf zum 80-jährigen Bestehen des Bundeslandes mitteilte. Damals, im Gründungsjahr 1946, lag die Lebenserwartung noch bei 56,1 Jahren bei Jungen und 63,1 Jahren bei Mädchen.

Die relativ niedrige Lebenserwartung im Jahr 1946 sei zu einem Teil auf die mangelnde Versorgungslage und die Folgen des Zweiten Weltkrieges zurückzuführen, erklärten die Statistiker. Bereits in den Jahren 1949/51 erreichte die mittlere Lebenserwartung in NRW bei Geburt bei den Jungen einen Wert von 63,7 Jahren und bei den Mädchen von 67,9 Jahren.

2025 war fast jede vierte Person in NRW mindestens 65 Jahre alt

Die gestiegene Lebenserwartung spiegelt sich auch in einem immer höheren Anteil von Menschen ab 65 Jahren an der NRW-Gesamtbevölkerung wider. So lag der Seniorenanteil 1946 bei gerade einmal 8,5 Prozent. Weniger als jede zehnte Person war in NRW demnach 65 Jahre oder älter. Ende 2025 war nach Angaben der Statistiker fast jeder Vierte in NRW mindestens 65 Jahre alt (22,4 Prozent).

Die britische Militärregierung gründete das Bundesland im August 1946. Aus dem nördlichen Teil der preußischen Rheinprovinz mit den Regierungsbezirken Aachen, Düsseldorf und Köln sowie der preußischen Provinz Westfalen wurde das Land Nordrhein-Westfalen gebildet. 1947/1948 wurde zusätzlich das Land Lippe in das Bundesland NRW integriert.