Die wegen des Krieges im Nahen Osten gestiegenen Treibstoffkosten setzen die Arbeit von Hilfsorganisationen unter Druck. „Die aktuelle Treibstoffkrise gehört zu den größten Herausforderungen, denen wir derzeit gegenüberstehen“, erklärte Kees Zevenbergen, Programmdirektor von Malteser International, in Köln. „Unsere humanitären Helferinnen und Helfer können die Menschen nicht mehr im gleichen Umfang unterstützen wie bisher, weshalb diese Krise insbesondere diejenigen trifft, die ohnehin schon in großer Not waren.“ Man hoffe sehr, dass sich die Treibstoffkrise aufgrund der Waffenruhe in den kommenden Wochen lösen werde.
Durch die stark angezogenen Benzinpreise seien etwa in Nigeria die entsprechenden Kosten um fast 40 Prozent gestiegen. Im Südsudan und der Hauptstadt Juba hätten die Benzinpreise sogar um bis zu 90 Prozent zugelegt. Auch in Afghanistan, Myanmar, Bangladesch, im Libanon, in Thailand, Uganda und in der Ukraine behinderten Treibstoffmangel, Preissteigerungen und staatliche Rationierungen die humanitäre Hilfe erheblich.
Malteser: Konzentration auf Menschen, die Hilfe am dringendsten benötigen
Gesundheitsdienste, mobile Einsätze und die Versorgung ländlicher Regionen seien vielerorts eingeschränkt. Zugleich treibe die Verteuerung von Treibstoffen die Inflation weiter an, hieß es. „Zum jetzigen Zeitpunkt bleibt uns nichts anderes übrig, als uns auf jene schutzbedürftigen Menschen zu konzentrieren, die diese Hilfe am dringendsten benötigen“, betonte Zevenbergen. „Um das Leid zu lindern, ist es jedoch von größter Bedeutung, dass dieser Krieg so schnell wie möglich endet, denn unschuldige Menschen leiden jeden Tag unter seinen Folgen.“