Lehrermangel: NRW will Schuldienst für Pensionäre attraktiver machen
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Grundkurs Mathematik in einem Gymnasium
Düsseldorf (epd).

Mit einem Gehaltszuschlag von 15 Prozent will das Land NRW Beamte im Pensionsalter im Schuldienst halten. „Angesichts des bundesweiten Lehrkräftemangels sind Lehrerinnen und Lehrer, die über die Regelaltersgrenze hinaus weiterarbeiten, an den Schulen eine sehr willkommene Unterstützung“, sagte ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Schulministeriums der Düsseldorder „Rheinischen Post“ (Montag). Anfang Juni waren an NRW-Schulen knapp 7.800 Stellen nicht besetzt.

Bereits jetzt können Beamtinnen und Beamte laut Ministerium ihre Versorgungsansprüche um jährlich 1,8 Prozent erhöhen, wenn sie ihren Ruhestand aufschieben. Wenn sie den Höchstruhegehaltssatz bereits erreicht haben, erhalten sie stattdessen einen Besoldungszuschlag in Höhe von zehn Prozent des Grundgehalts. „Nach dem Willen der Landesregierung soll dieser Zuschlag in Zukunft auf 15 Prozent erhöht werden“, sagte der Sprecher der Zeitung.

1.340 Lehrer über 67 an NRW-Schulen

Im aktuellen Schuljahr 2025/26 arbeiten nach Ministeriums-Angaben rund 1.340 Lehrerinnen und Lehrer, die mindestens 67 Jahre alt sind. NRW habe verschiedene Möglichkeiten geschaffen, um Lehrkräften im Gegenzug einen attraktiven Hinzuverdienst oder zusätzliche Versorgungsansprüche zu ermöglichen. Die Zahl der Lehrkräfte, die auch nach der Regelaltersgrenze noch in Schulen arbeiten, habe sich damit seit 2016 nahezu verdreifacht.