Krankenkasse und Land NRW starten Plakat-Wettbewerb gegen Komasaufen
s:41:"Jugendliche und Alkohol (gestelltes Foto)";
Jugendliche und Alkohol (gestelltes Foto)
Düsseldorf (epd).

Unter dem Motto „Bunt statt blau - Kunst statt Komasaufen“ starten die Krankenkasse DAK-Gesundheit und das NRW-Schulministerium ihren diesjährigen Plakat-Wettbewerb für die Aufklärungskampagne gegen Alkoholmissbrauch. Landesweit werden dafür die besten Plakate von Schülerinnen und Schülern zwischen zwölf und 17 Jahren zum Thema „Rauschtrinken“ gesucht, wie die Krankenkasse am Dienstag in Düsseldorf mitteilte. Einsendeschluss für den Wettbewerb ist der 31. März. Die Gewinner erhalten Preisgelder in Höhe von insgesamt 12.000 Euro.

Die Kampagne richtet sich gegen exzessiven Alkoholkonsum, bei dem Jugendliche binnen weniger Stunden so viel Alkohol trinken, dass sie einen gefährlichen Vollrausch haben. Bundesweit sind 11.000 Schulen zur Teilnahme eingeladen. Diese können das Thema Alkohol im Unterricht behandeln und ihre Schülerinnen und Schüler Plakate entwerfen lassen. Der Wettbewerb findet zum mittlerweile 17 Mal statt. Seit 2010 haben bundesweit fast 143.000 Mädchen und Jungen bunte Plakate gegen das Rauschtrinken gestaltet.

Anzahl der jugendlichen Rauschtrinker sinkt auch in NRW

Erfreulich ist den Angaben zufolge, dass die Anzahl der exzessiven Rauschtrinker bei Jugendlichen sowohl bundesweit wie auch in NRW „deutlich rückläufig“ ist. Laut Zahlen des Statistischen Landesamtes Nordrhein-Westfalen mussten 2024 fast 1.800 Kinder und Jugendliche nach einem akuten Alkoholrausch im Krankenhaus behandelt werden. Dabei entfiel mehr als die Hälfte (51,2 Prozent) der Behandlungen auf Mädchen und junge Frauen.

„Es ist gut, dass die Zahl derjenigen jungen Menschen, die regelmäßig Alkohol in großen Mengen konsumieren, insgesamt seit Jahren zurückgeht. Gleichwohl ist jeder junge Mensch, der übermäßig trinkt, einer zu viel“, sagte Schulministerin Dorothee Feller (CDU). Der Wettbewerb „Bunt statt blau“ leiste „seit vielen Jahren in Nordrhein-Westfalen wertvolle Aufklärungsarbeit“. Die stellvertretende Landeschefin der DAK-Gesundheit in NRW, Anke Eschweiler, betonte, bei dem Wettbewerb der Krankenkasse gehe es darum, den derzeitigen „positiven Trend weiter zu stärken“.

Nach der Ermittlung und Preisverleihung an die Landessieger wählt die Bundesjury um DAK-Vorstandschef Andreas Storm und den Beauftragten der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Hendrik Streeck (CDU), im Juni aus den 16 besten Landes-Plakaten dann die Bundessieger.