Extremismus auf TikTok & Co.: LWL veröffentlicht Unterrichtsmodul
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Die Plattform Tiktok.
Münster (epd).

Das Medienzentrum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) hat für Lehrkräfte ein Materialpaket über Rechtsextremismus in den sozialen Medien zusammengestellt. Ziel sei es, Jugendlichen Sicherheit im Umgang mit demokratiefeindlichen Inhalten auf Plattformen wie TikTok oder Instagram zu vermitteln, teilte der LWL in Münster mit. Die Unterrichtseinheit eigne sich für den Einsatz ab der 8. Jahrgangsstufe in den Fächern Politik, Deutsch oder Sozialwissenschaften.

Das pädagogische Material ist demnach für eine Doppelstunde in Schulen konzipiert, kann aber auch im außerschulischen Bereich eingesetzt werden. Anhand von Arbeitsblättern sollen die Jugendlichen lernen, versteckte Codes von extremistischen Narrativen zu erkennen. Gemeinsam sollen sie dann Handlungsstrategien von Gegenrede bis zur Meldung von Inhalten erarbeiten.

Die „Logo!“-Reporterin Lara Franke hat das Modul mit entwickelt. „Menschenfeindliche und gewaltverherrlichende Inhalte erreichen über Social Media auch viele Kinder und Jugendliche“, sagte die Medienpädagogin und freie Journalistin. Die Schule sei der Ort, um junge Menschen schon früh auf darauf vorzubereiten. Medien- und Nachrichtenkompetenz entstehe nicht von selbst, sondern müsse erlernt werden, betonte Franke.

Weitere Module zu Algorithmen und „Social Bots“ geplant

Das Unterrichtsmaterial ist Bestandteil des Themenmoduls „Extremistische Narrative in Social Media“ des LWL-Medienzentrums, wie es weiter hieß. Dabei würden auch andere Formen extremistischer Ansprachen wie Linksextremismus und Islamismus in den Blick genommen. Weitere Module seien zu den Themen „Algorithmen und Filterblasen“, „Social Bots“ und „Bildkompetenz“ geplant.