Bündnis "Köln stellt sich quer" mit Rheinlandtaler ausgezeichnet
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Veranstaltung des Bündnisses "Köln stellt sich quer" im Jahr 2017 auf dem Kölner Heumarkt
Köln (epd).

Das Bündnis „Köln stellt sich quer“ ist mit dem Rheintaler des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) ausgezeichnet worden. Mit der Ehrung werde das langjährige zivilgesellschaftliche Engagement des Bündnisses gegen Rechtsextremismus und jede Form von Diskriminierung gewürdigt, teilte der LVR am Sonntag in Köln mit. Durch Informationsarbeit, Veranstaltungen und Protestaktionen setze der Zusammenschluss aus Kirchen, Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften und Parteien, Verbänden und Bürgerinitiativen seit nunmehr 16 Jahren sichtbare Zeichen für Demokratie und Vielfalt.

„Demokratie lebt von Beteiligung, von Widerspruch, von Engagement“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland, Jürgen Wilhelm, in seiner Laudatio. „Diese Auszeichnung ist daher auch eine Würdigung für all jene, die sich ehrenamtlich, hauptamtlich oder im Alltag gegen das Vergessen, gegen das Wegsehen und gegen das Schweigen stellen.“ Die Preisverleihung fand Samstag anlässlich des Internationalen Tages gegen Rassismus (21. März) statt.

2008 als Reaktion auf „Anti-Islamisierungskongress“ in Köln gegründet

Das Bündnis „Köln stellt sich quer“ ist ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis, das sich in der Stadt aktiv gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung einsetzt. Das Bündnis formierte sich 2008 als Reaktion auf den sogenannten „Anti-Islamisierungskongress“ der rechten Gruppe „Pro Köln“. Bis heute beteiligt sich das Bündnis an Kundgebungen sowie Demonstrationen für Menschenrechte, Vielfalt und Demokratie. Mitwirkende in Netzwerk sind unter anderem Gewerkschaften, demokratische Parteien, Kirchen sowie zahlreiche weitere Institutionen und Organisationen.

Seit 1976 verleiht der LVR den Rheinlandtaler an Menschen und Organisationen, die sich zumeist ehrenamtlich für soziale Teilhabe und bessere Bildungschancen engagieren. Über die Vergabe der undotierten Auszeichnung entscheidet der Ausschuss für Inklusion der Landschaftsversammlung Rheinland.