Rund 3,2 Millionen Menschen in NRW gelten als armutsgefährdet. 2025 lag die Armutsgefährdungsquote bei 17,8 Prozent, wie die statistische Landesbehörde IT.NRW am Montag in Düsseldorf erklärte. Sie lag etwa auf dem Niveau des Vorjahres (18,1 Prozent). Damit lag NRW als bevölkerungsreichstes Bundesland etwas über dem Bundesschnitt von 16,1 Prozent. Als armutsgefährdet gelten Menschen, die weniger als 60 Prozent des mittleren Haushaltseinkommens zur Verfügung haben. 2025 lag diese Grenze in NRW bei 1.317 Euro netto pro Monat für einen Einpersonenhaushalt.
Am höchsten war die Armutsgefährdungsquote laut IT.NRW mit 20,9 Prozent in der Region Dortmund. Darauf folgten die Regionen Duisburg/Essen mit 20,8 Prozent und Emscher-Lippe mit 20,5 Prozent. Die niedrigsten Quoten wurden mit 13,3 Prozent in der Region Siegen sowie Arnsberg (14,5 Prozent) und Bonn (14,6 Prozent) verzeichnet.
Kinder und junge Erwachsene stark betroffen
Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 24 Jahren waren überdurchschnittlich häufig betroffen. So lebte laut Statistik 2025 knapp jede vierte minderjährige Person in einem armutsgefährdeten Haushalt (23,4 Prozent). Bei den jungen Erwachsenen seien es sogar 25,3 Prozent. Beide Gruppen zusammen machten mit rund einer Million Menschen ein Drittel der armutsgefährdeten Bevölkerung aus. Besonders hoch war der Anteil auch bei erwerbslosen Menschen (48,4 Prozent). Die Berechnungen basieren auf Zahlen des Mikrozensus.