Gut ein Fünftel (22 Prozent) der nordrhein-westfälischen Bevölkerung ist 65 Jahre alt und älter. Dies teilte das NRW-Sozialministerium in Düsseldorf bei der Vorlage des Altenberichts 2026 mit. Zugleich seien immer mehr ältere Menschen erwerbstätig: Von 2013 bis 2023 habe sich die Erwerbstätigenquote der 65- bis 74-Jährigen von 7,7 auf 15,1 Prozent fast verdoppelt.
Bis 2070 wird der Anteil der Menschen ab 65 Jahren oder älter auf voraussichtlich rund ein Viertel (26,6 Prozent) ansteigen. Menschen ab 65 Jahren verfügen im Durchschnitt über ein persönliches Nettoeinkommen von 1.762 Euro, wie es hieß. Nach der aktuellen Berechnung des Statistischen Landesamtes (IT.NRW) wird sich die Zahl der Pflegebedürftigen von 1,39 Millionen Personen im Jahr 2023 auf 1,68 Millionen im Jahr 2050 erhöhen.
Laumann: Gruppe der Menschen ab 80 Jahren wächst am stärksten
„Die absolute Zahl der Älteren nimmt zu und die Gruppe der Hochaltrigen, die 80 Jahre und älter sind, wächst am stärksten“, sagte Sozialminister Karl-Josef Laumann (CDU). Das habe Auswirkungen auf den Anteil der Erwerbsbevölkerung, die Zahl der Pflegebedürftigen und die Nachfrage nach Wohnraum. „Als Landesregierung setzen wir uns dafür ein, Nordrhein-Westfalen zum Wohle aller Menschen und Altersklassen weiterzuentwickeln. Dafür bietet der Altenbericht eine wichtige Datengrundlage“, betonte er.
Der Bericht zur Lebenssituation älterer Menschen in Nordrhein-Westfalen wird seit 2016 einmal pro Legislaturperiode erstellt. Der mittlerweile dritte Altenbericht basiert auf öffentlich zugänglichen Daten des Statistischen Landesamtes. Berücksichtigt sind dabei Daten bis in das Jahr 2025.